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Methodencurriculum

Das Methodencurriculum des Gymnasiums im Bildungszentrum Markdorf dient dem Ziel, unseren Schülerinnen und Schülern zur Steigerung ihres Lernerfolgs sowohl individuelle als auch soziale Lern- und Arbeitsmethoden, neben den fachlichen Kompetenzen des Bildungs-plans, systematisch zu vermitteln.

Im Verlauf der gesamten Schulbahn werden deshalb viele Fächer an der Vermittlung einzelner Methoden beteiligt, wodurch eine Standardisierung und Verbindlichkeit erreicht wird, so dass jede Lehrkraft je nach Klasse bzw. Jahrgangsstufe Lern- und Arbeitsmethoden voraussetzen kann. 

Da auch Lehrende Lernende sind wird das Methodencurriculum einem permanenten Prozess der Hinterfragung und Optimierung unterliegen.

Die Listen als PDF bzw. in den Unterseiten enthalten jeweils die Verknüpfungen von Methoden, Fächern und Klassen und sind in den drei angegebenen Varianten sortiert.

Informieren und strukturieren

5-Schritt-Lesemethode

1. lesen/groben Überblick über den Text verschaffen - 2. gründlich lesen und unbekannte Begriffe klären - 3. Schlüsselstellen erkunden - 4. Text in Abschnitte gliedern und eigene Überschriften geben - 5. Textinhalt wiedergeben

Beschreibung und Analyse von Diagrammen, Schaubildern, Abbildungen und Filmen

z. B.: Balken-, Baum-, Fluss-, Kreis-, Kurvendiagramme, Fotos, Gemälde, Karikaturen, Filme, ... Über die reine Beschreibung hinaus werden Aussage/Thema, Stilmittel usw. über verschiedene methodische Ansätze (biographisch, psychologisch, formalästhetisch, ikonographisch, soziologisch) erarbeitet und eine Beurteilung abgegeben.

Bilder beschreiben

Exegese

Hierbei handelt es sich um die historisch-kritische Auslegung und Deutung der Heiligen Schrift.

Exzerpieren

In komprimierter Form werden, unter Berücksichtigung der inhaltlichen und logischen Gliederung des Ausgangstextes, seine wichtigsten Informationen („Essenz“) heraus-gearbeitet.

Hermeneutische Methode

Anwendung eines systematisierten und praktischen Verfahrens, um Texte auf reflektierte Weise verstehen und auslegen zu können.

Inhaltsangabe

Karikaturenbeschreibung

kritische Bild- und Filmanalyse

Markieren und Strukturieren

Informationsbeschaffung aus Texten, Erkennen der Merkmale der grammatischen Strukturen.

Texte knacken in 6 Schritten

1. Bilder ansehen - 2. Überschrift - 3. Einleitung - 4. Absätze und ihre Überschriften - 5. Schlüsselwörter - 6. Lexikonarbeit

Übersetzungsmethoden

Umgang mit einsprachigen Nachschlagewerken

z. B.: Wörterbuch, Lexikon, Atlas, Formelsammlung, … Aneignung und Anwendung grundsätzlicher Strategien zur Informationsbeschaffung und –verarbeitung (Was suche ich? Wo suche ich? Wie suche ich? abschließende Beurteilung der Rechercheergebnisse).

Umgang mit zweisprachigen Nachschlagewerken

z. B.: Wörterbuch, Lexikon, Atlas, Formelsammlung, … Aneignung und Anwendung grundsätzlicher Strategien zur Informationsbeschaffung und –verarbeitung (Was suche ich? Wo suche ich? Wie suche ich? abschließende Beurteilung der Rechercheergebnisse).

Ergebnisse visualisieren und präsentieren

Cluster

Die „Traube“ ist eine assoziative Aneinanderreihung von Begriffen, die ohne eine logische Struktur zusammenhängend sichtbar gemacht wird. Sie eignet sich besonders gut für eine erste Stoffsammlung/Ideenfindung, um Gedanken frei fließen zu lassen. In die Mitte eines Blattes wird das Thema/Schlagwort in einen Kreis geschrieben. Von diesem ausgehend werden in alle Richtungen Ideen/Begriffe, die einem dazu einfallen, ebenfalls in einen Kreis geschrieben und miteinander verbunden.

Experimentieren

Gedankenexperiment

Handout erstellen

Ermöglicht dem Zuhörer, das Referat im Nachhinein nochmals nachvollziehen zu können, da die wichtigsten Stichpunkte, Thesen und sonstig Bemerkenswertes darauf verzeichnet ist.

Heft- und Mappenführung

z. B.: Rand, Datum, Überschrift, Merkkästen, ...

Improvisation

Mindmapping

Die „Gedankenlandkarte“ (mind map) entspricht der vernetzen Struktur unseres Gehirns; sie ist im Gegensatz zum Cluster stärker logisch und begrifflich geordnet. In die Mitte eines Blattes wird das Thema/Schlagwort geschrieben. Von diesem ausgehend werden in alle Richtungen Äste gezeichnet, auf die die ersten Gedanken (in Stichworten/Symbolen usw.) kommen. Diese werden wiederum um weitere Unterpunkte auf abzweigenden kleineren Ästen erweitert, so dass nach und nach eine Gedankenlandkarte entsteht, durch welche man auf den ersten Blick die wichtigsten Begriffe und Zusammenhänge eines Themas erkennt.

Plakatgestaltung

Thema durch entsprechende Visualisierungstechniken (Aufbau/Aufteilung der Flächen, Schriftbild, Farben, Bilder) in seinen wichtigsten Aspekten darstellen, um einen Überblick über das Thema zu geben und sich im Vortrag darauf zu beziehen.

Planspiele

Protokollieren

Festhalten von Beobachtungsergebnissen (z. B. Versuchsprotokoll).

Rollenspiele

Standbild

Vortragstechniken, auch mediengestützt

Präsentations- und Vortragetechniken, praktische Rhetorik, Formulierungen, GFS (alle Fächer: ab Kl 7 bis J2)

Miteinander kommunizieren

(neo-)sokratischer Dialog

anteilige Gruppenarbeit

In verschiedenen Kleingruppen werden unterschiedliche Aufgaben gelöst bzw. Lerninhalte erarbeitet und im Anschluss der gesamten Gruppe präsentiert.

Brainwriting (Methode 635)

Variante des Schreib-Gesprächs, weil 6 Gruppen, jeweils 3 Ideen im Zeitraum von 5 Minuten aufschreiben.

Dilemma-Diskussion

„Zwickmühle“, d. h. zwischen zwei folgenschweren Handlungen muss aufgrund von sprachlich verständlich und argumentativ nachvollziehbaren Gründen entschieden werden.

ethisches Argumentieren (Diskurs)

Feedback geben

Die SuS lernen, dass Feedback ein Klima des gegenseitigen Respekts und Vertrauens benötigt, um ernst genommen zu werden.

Fish-Bowl

Die SuS-Experten sitzen im Innenkreis und stellen die Ergebnisse vor bzw. diskutieren das Thema. Die SuS des Außenkreises können sich jederzeit beteiligen. Ein Lehrer oder Schüler moderiert.

gemeinsames Erarbeiten von Fragestellungen und Fallanalysen

Gesprächs- und Klassenregeln

Durch praktische Übungen erarbeiten SuS Regeln für die Klassengemeinschaft (z. B. trainieren die SuS anhand von Rollenspielen wie man alltägliche Konflikte lösen kann).

Gruppenarbeit

In verschiedenen Kleingruppen wird die gleiche Aufgabe gemeinsam gelöst bzw. der gleiche Lerninhalt zusammen erarbeitet.

Gruppen-Puzzle

Stammgruppe: Verteilung aller in verschiedenen Expertengruppen Austausch innerhalb der Expertengruppen: zurück in die Stammgruppe gegenseitige Information innerhalb ihrer Stammgruppe

Kontrolle im Tandem

Die eigenen Ergebnisse werden mit denen des Mitschülers/der Mitschülerin vergleichen und die Lösungswege besprochen.

kreatives Schreiben, Schreib-Gespräch

Ohne zu sprechen schreiben die Teilnehmer zum Thema ihre Gedanken auf und reichen dies weiter an den Partner bzw. nächsten Teilnehmer der Gruppe, der wiederum etwas dazuschreibt usw.

Placemat

Jede Gruppe zeichnet ihr „Platzdecken“ auf ein großes Papier: ein Mittelfeld und entsprechend der Anzahl der Gruppenmitglieder werden die Außenfelder aufgeteilt. Jeder Teilnehmer schreibt in seinen Platz seine Ideen, Lösungen, usw. Das Papier wird immer um einen Platz gedreht, damit jeder lesen kann, was die anderen geschrieben haben. Alle Gruppenmitglieder erarbeiten daraus das Ergebnis, das im Mittelfeld notiert wird.

Positionslinie/Streitlinie

Eine Line wird auf den Boden geklebt/gezeichnet. Sie stellt die Position „unentschieden“ dar. Das eine Ende der Linie stellt die „Ja-Position“, das andere Ende die „Nein-Position“ dar. Eine Streitfrage wird gestellt und die SuS platzieren sich entsprechend ihrer Meinung der Position am nächsten, der sie zustimmen können.

Pro- und Contra-Debatte/ethisches Diskutieren (Diskurs)

Streitgespräch, das nach genauen Regeln abläuft mit dem Ziel, die Mehrheitsverhältnisse zu den jeweils eigenen Gunsten zu ändern.

verantwortlich Köpfe

Erweiterung der Gruppenarbeit: Jedes Gruppenmitglied bekommt noch eine „Verantwortung“ übertragen (z. B. Zeitwächter, Materialmanager, Schreiber,...).

Selbstständiges Lernen

Hausaufgabenleiter

Wie beim Besteigen einer Leiter werden Schritt um Schritt die Hausaufgaben korrekt angefertigt.

Lernorganisation

z. B.: Arbeitsplatz, Zeitmanagement, Vorbereitung für Klassenarbeit, ... Förderung der Selbstorganisation und Selbstkontrolle („Lernen lernen“)

Lerntagebuch

In einem Lerntagebuch werden Beobachtungen, Gedanken und Gefühle über das eigene Lernen niedergeschrieben (Was fällt mir leicht/schwer? Wann und in welcher Umgebung lerne ich am besten? Was lenkt mich ab? Wann brauche ich eine Pause? usw.) und somit reflektiert. SuS verfolgen ihre Lernprozesse über einen längeren Zeitraum und können dann an ihren Schwächen arbeiten und ihre Stärken ausbauen.

Lerntechniken

Mediation

Sprachmittlung, im ersten Lernjahr von der Fremdsprache ins Deutsche, in höheren Lernjahren auch umgekehrt.

Vokabellernen

z. B.: Vokabelheft mit drei Spalten, systematisches Einüben mit Karteikarten, effektives Auswendiglernen, … Verknüpfung zwischen Laut und Schrift sowie Worterschließung aus anderen Sprachen.

Digitale Medien

Daten grafisch mit einer Tabellenkalkulation darstellen

Grundlagen der Internetrecherche

Präsentation und Vermittlung von Lerninhalten am Computer

sinnvoller Umgang mit dem Computer